AML-Richtlinie

Unter Geldwäsche versteht man den Prozess, bei dem die Identität der Erträge aus Straftaten verschleiert wird, um den Anschein eines legitimen Einkommens zu erwecken. Libra Markets erkennt an, dass es üblich ist, dass Kriminelle sich gezielt an Unternehmen wenden, die Finanzdienstleistungen erbringen und durch diese versuchen, kriminelle Erträge ohne Wissen oder Verdacht zu waschen.

Allein in den Gebieten Allein in den Gebieten von Estland wird geschätzt, dass jährlich Milliarden gewaschen werden und auf globaler Ebenem in Bezug auf die Einnahmen ist das hohe Volumen der Geldwäsche die drittgrößte Branche.

Als Reaktion auf das Ausmaß und die Auswirkung der Geldwäsche hat Estland gemeinsam mit vielen anderen Ländern Rechtsvorschriften zur Verhinderung der Geldwäsche und zur Bekämpfung des Terrorismus erlassen. Diese Gesetzgebung bildet zusammen mit Vorschriften, Regeln und Branchenrichtlinien den Eckpfeiler der AML/CTF-Verpflichtungen für estnische Unternehmen und umreißt die Straftaten und Strafen bei Nichteinhaltung.

Während Libra Markets derzeit nicht reguliert ist und nicht in den Anwendungsbereich der AML/CTF-Verpflichtungen in Estland fällt, hat die Geschäftsleitung Systeme und Verfahren implementiert, die den estnischen AML-Gesetzgebung entsprechen. Diese Entscheidung spiegelt den Wunsch der Unternehmensleitung wider, Geldwäsche zu verhindern und nicht von Kriminellen zum Waschen von Erträgen aus Straftaten verwendet zu werden.

AML-rechtliche und vertragliche Grundlage
Die AML-Verpflichtungen, -Einschränkungen und -Strafen, auf denen die Tätigkeit von Libra Markets beruht, sind in den folgenden Gesetzen und Verordnungen festgelegt:
a) Das Proceeds of Crime Act 2002 (POCA) in der Fassung des: (i) Serious Organized Crime and Police Act 2005 (SOCPA); und (ii) Proceeds of Crime Act (Amendment) Regulations 2007;
b) Der Terrorism Act 2000, geändert durch das: (i) Das Anti-Terrorism, Crime and Security Act 2001; und drm (ii) Terrorism Act (Änderung) Regulations 2007;
c) Dem Terrorism Act 2006;
d) Den Money Laundering Regulations 2007
e) Dem Bribery Act 2010;
f) Das Regelwerk der FCA und insbesondere das Senior Management Arrangement System; und
g) Die Joint Money Laundering Steering Group (JMLSG) Guidance for the Estonian Financial Sector on the prevention of money laundering/combating terrorist financing. Dies gilt vorbehaltlich der Änderungen, die in dem Land gelten, in dem die Marke tätig ist.

Die AML-Richtlinie von Libra Markets soll sicherstellen, dass alle Konzerngesellschaften die Beschränkungen und Anforderungen der estnischen AML-Gesetzgebung einhalten. Einschließlich der Notwendigkeit, über angemessene Systeme und Kontrollen zu verfügen, um das Risiko zu verringern, dass Libra Markets zur Erleichterung der Finanzkriminalität verwendet wird. Diese AML-Richtlinie legt die Mindeststandards fest, die eingehalten werden müssen und beinhaltet:
a) Die Ernennung eines Geldwäscherei-Berichterstatters (MLRO), der über ein ausreichendes Maß an Dienstalter und Unabhängigkeit verfügt und für die Überwachung der Einhaltung der einschlägigen Gesetze, Vorschriften, Regeln und Branchenstandards verantwortlich ist.
b) Etablierung und Aufrechterhaltung eines risikobasierten Ansatzes zur Bewertung und Steuerung der Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrisiken für Libra Markets.
c) Etablierung und Aufrechterhaltung einer risikobasierten Kunden-Due-Diligence, Identifizierung, Verifizierung und Kenntnis Ihrer Kunden (KYC-Verfahren), einschließlich einer verbesserten Due-Diligence für Kunden mit erhöhtem Risiko, wie z.B. politisch exponierte Personen (PEPs).
d) Aufbau und Pflege risikobasierter Systeme und Verfahren zur Überwachung der laufenden Kundenaktivitäten.
e) Schulung und Sensibilisierung aller relevanten Mitarbeiter.
f) Die Führung geeigneter Aufzeichnungen für die nach geltendem Recht erforderliche Mindestdauer.

Sanktionsrichtlinie
Die Sanktionspolitik von Libra Markets ist dazu bestimmt, die Einhaltung der Gesetze und Vorschriften in den Ländern sicherzustellen, in denen wir tätig sind. Libra Markets ist es verboten, Transaktionen mit Personen, Unternehmen oder Ländern durchzuführen, die auf den vorgeschriebenen Sanktionslisten stehen. Libra Markets wird daher die Sanktionslisten der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, des estnischen Finanzministeriums und des US Office of Foreign Assets Control (OFAC) in allen Ländern prüfen, in denen wir tätig sind. Es sei denn, eine solche Überprüfung steht im Widerspruch zur lokalen Gesetzgebung.

Richtlinie zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption
Libra Markets erkennt an, dass Bestechung und Korruption den Gemeinschaften, in denen sie stattfindet, großen Schaden zufügen, und duldet keine Bestechung und Korruption. Darüber hinaus steht die Korruption in engem Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität, der Geldwäsche und gelegentlich der Finanzierung des Terrorismus. Libra Markets setzt sich für hohe Integritätsstandards innerhalb seines Betriebs ein, die unter allen anwendbaren Gesetzen und Vorschriften in Bezug auf den Gegenstand in verschiedenen Gerichtsbarkeiten, einschließlich des Estonian Bribery Act 2010, gelten können.